Cellulite: was tun?


Cellulite – auch als Orangenhaut bezeichnet – ist ein Hautbild, von dem vor allem Frauen betroffen sind. Lange Zeit glaubten Mediziner, dass Übergewicht die Ursache für die Bindegewebsschwäche ist. Doch heute vermuten Wissenschaftler, dass eine genetische Veranlagung wesentlich enger mit der Bildung von Cellulite zusammenhängt. Gewichtsschwankungen, die beispielsweise durch eine Schwangerschaft verursacht werden, spielen bei der Entstehung von Cellulite zwar eine wichtige Rolle. Doch auch Umstellungen von Hormonen führen zur Orangenhaut. Doch wieso entsteht Cellulite nun genau?

Die Ursache von Cellulite

Cellulite basiert auf einer Ausdehnung sogenannter hypodermischer Fettzellen. Diese Fettzellen befinden sich unmittelbar unter der Haut. Dehnen sich diese Zellen aufgrund der Cellulite aus, wird das unter der Haut befindliche Kollagen sichtbar. Die unschönen Dellen sind nicht zu übersehen. An dieser Stelle setzen Cellulitebehandlungen an, die die Durchblutung der Hautzellen aktivieren und deren Versorgung mit Nährstoffen verbessern sollen. Als Folge dessen sollen die Hauterscheinungen der Cellulite eingedämmt oder komplett beseitigt werden. Generell gilt die Faustregel: je früher eine Behandlung gegen Cellulite erfolgt, desto geringer sind die Auswirkungen der Bindegewebsschwäche.

Cellulite, Orangenhaut

Unterschiedliche Behandlungsansätze

Die Behandlungsform der Cellulite hängt von der Intensität des in Mitleidenschaft gezogenen Hautgewebes ab. Insbesondere bei milden Formen ist es sinnvoll, eine gesunde Ernährungsweise durch regelmäßiges Sporttraining und Massagen durch Geräte wie vom https://www.massageratgeber.de/gegen-cellulite/ zu ergänzen. Diese Behandlung kann bei leichten Formen bereits erste Erfolge erzielen. In jedem Fall sollten Betroffene diese Vorgehensweise als unterstützende Maßnahmen einsetzen, um die Behandlungserfolge von Cellulite zu verbessern. Außerdem haben sich bei leichter Cellulite in der Praxis Behandlungsformen wie Reizstrom oder Ultraschall bewährt. Weitere Erfolg versprechende Methoden wenden Kosmetiker wie folgt an:
  1. Verwendung durchblutungsfördernder Pharmazeutika
  2. Körperwickel mit Algenpräparaten
  3. Lymphdrainagen
Bei schweren Fällen einer Cellulite empfehlen Mediziner jedoch andere Methoden. Nehmen Ärzte beispielsweise eine Laserbehandlung gegen Falten vor, glättet sich die Orangenhaut automatisch. Ein positiver Nebeneffekt von Hautstraffungen oder Fettabsaugungen ist ebenfalls eine Verringerung der Cellulite. Diese Eingriffe werden unter Vollnarkose, lokaler Betäubung oder im Dämmerschlaf durchgeführt.

Diese Vor- und Nachsorgemaßnahmen sind erforderlich

Wünschen Betroffene eine Behandlung der Cellulite durch einen plastisch-ästhetischen Eingriff, müssen Arzt und Patient etwa zwei Stunden für die Therapie einplanen. Vor der Behandlung ist es unerlässlich, mit dem behandelnden Facharzt ein Beratungsgespräch zu führen.

Tipp: Die Aufgabe des Beratungsgesprächs ist es, alle Bedenken der Behandlung auszuräumen und offene Fragen zu klären. Weiterhin inkludiert das Beratungsgespräch eine eingehende Untersuchung der Patienten, um die Tauglichkeit für den bevorstehenden Eingriff zu attestieren.

Nach dem Eingriff müssen Patienten und Patientinnen einen Zeitraum von etwa zwei Wochen einplanen, bis der Heilungsprozess weitgehend abgeschlossen ist. Damit die Heilungsphase optimal verläuft, sollten sich Betroffene unbedingt an den Hinweisen der Operateure orientieren. Müssen Patienten nach einer operativen Behandlung etwa zwei Wochen auf Sport verzichten, ist bei nicht invasiven Verfahren sogar eine bewegungsreiche Lebensweise von Vorteil. Diese Maßnahmen helfen dabei, die Zellen mit Nährstoffen zu versorgen und die Durchblutung zu fördern. Spätestens nach etwa 14 Tagen ist es behandelten Personen gestattet, ihre Arbeitstätigkeit wieder aufzunehmen.



Diese Risiken und Komplikationen können auftreten

Das Potential für Risiken der Behandlung hängt in erster Linie davon ab, welches Verfahren Betroffene auswählen. Grundsätzlich sind nicht invasive Techniken die risikoärmsten Methoden im Kampf gegen Cellulite. Wer sich mit Körperwickeln, Lymphdrainagen, Bürstenmassagen oder anderen Massagearten gegen Orangenhaut behandeln lässt, muss im Normalfall mit keinen gesundheitlichen Komplikationen rechnen.

Tipp: Erhöhte Risiken bestehen bei einer nicht invasiven Behandlung nur, wenn unerfahrene Kosmetiker oder Ärzte die Anwendungen falsch durchführen oder Unverträglichkeiten gegen verwendete Substanzen auftreten.

Invasive bzw. operative Behandlungsmethoden sind zwar deutlich risikobehafteter. Aber dennoch sind Cellulitetherapien Verfahren mit einem vergleichsweise geringen Risikopotential. Dennoch sind folgende Komplikationen nicht gänzlich ausgeschlossen:

  1. Hämatome
  2. Hautreizungen
  3. Rötungen
  4. Wundinfektionen
Tritt eine dieser Komplikationen auf, sollte die gesundheitliche Einschränkung nach einigen Tagen von allein verschwinden. Verbessert sich der Gesundheitszustand nicht oder leiden Betroffene zunehmend an den unangenehmen Begleiterscheinungen, ist die Konsultation beim behandelnden Mediziner dringend erforderlich. Im Normalfall werden die Risiken durch eine sorgfältige Nachsorge nach den Hinweisen der Ärzte weitgehend ausgeschaltet. Folgenschwere Komplikationen sind bei einer Cellulitebehandlung die Ausnahme.


Wie teuer sind die Eingriffe?

Der Kostenumfang der Eingriff ist von der Art der gewählten Methode abhängig. Eine wichtige Komponente ist die Person, die die Behandlung vornimmt. Lymphdrainagen oder Massagen werden in aller Regel in Eigenregie, von Masseuren oder Kosmetikern durchgeführt. Nehmen Betroffene die Services dieser Dienstleister in Anspruch, sind die finanziellen Aufwendungen mit Mittelwerten von 15 bis 80 Euro vergleichsweise gering. Ist für eine Fettabsaugung oder Hautstraffung hingegen die Unterstützung eines plastisch-ästhetischen Chirurgen erforderlich, sind die Kosten wesentlich höher. In diesem Fall müssen Patienten mit einem Kostenaufwand im vierstelligen Bereich rechnen.

Wer zahlt die Behandlungskosten?

Normalerweise tragen private oder gesetzliche Krankenkassen die Kosten einer Cellulitebehandlung nicht. Liegt der Therapierung des Hautbilds keine medizinische Notwendigkeit zugrunde, erklären sich Krankenversicherungen nicht zu einer Kostenübernahme bereit. Ein anderer Fall liegt vor, wenn ein Unfall oder eine Erkrankung zur Bildung der Cellulite führten. Sind schwerwiegende psychische Erkrankungen als Folge der Orangenhaut nachweisbar, stimmen die Krankenkassen im Einzelfall auch einer Kostenübernahme zu. Allerdings müssen Betroffene das Einverständnis für eine finanzielle Beteiligung durch Krankenversicherungen im Einzelfall bei den Dienstleistern einholen.

Tipp: Wer aufgrund einer bestehenden medizinischen Indikation einen finanziellen Zuschuss durch Krankenkassen erhält, sollte die Versicherungsunternehmen vor der Behandlung kontaktieren. Nach den Eingriffen haben Patienten kein Recht darauf, auf die Zahlungen zu bestehen.


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