Salmonellose


Was ist Salmonellose? Definition

Salmonellose ist eine Infektionskrankheit die durch Salmonellen, also durch Bakterien ausgelöst wird. Umgangssprachlich wird die Erkrankung auch häufig als Salmonellenvergiftung bezeichnet. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und anderen Symptomen kommen. Eine Infektion erfolgt hauptsächlich über Lebensmittel die mit Salmonellen belastet sind. Eine mangelnde Hygiene bei der Verarbeitung, wie auch eine falsche Zubereitung von Lebensmitteln kann die Ausbreitung der Salmonellen begünstigen. Zu einer Infektion kommt es jedoch erst, wenn die Bakterien über den Mund in den Verdauungstrakt des Menschen gelangen. Erst dadurch entsteht die eigentliche Infektion. Neben Salmonellose können durch Salmonellen auch die Krankheiten Typhus und Paratyphus ausgelöst werden.

Ursachen von Salmonellose

In der Regel gelangen Salmonellen über infektiöse Lebensmittel bzw. über belastetes Trinkwasser in den menschlichen Körper. Aus diesem Grund wird die Krankheit auch in die Kategorie der Lebensmittelvergiftungen eingeordnet. Besondere Vorsicht ist bei der Verarbeitung und beim Verzehr von tierischen Produkten geboten, besondern rohes Fleisch und rohe Eier stellen eine große Gefahr dar. Werden belastete Lebensmittel verzehrt, ohne vorherige ausreichende Erhitzung, so kann dies zu einer Salmonellose führen. Um sich zu schützen, sollte man deshalb Lebensmittel mindestens 10 Minuten lang bei einer Temperatur von mindestens 70°C kochen. Nur dadurch können die Bakterien wirksam abgetötet werden.

Um sich vor Salmonellose zu schützen, sollte man ein paar Grundregeln im Umgang mit Lebensmitteln beachten. Das fängt schon bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln im Kühlschrank an. Da sich Salmonellen hauptsächlich bei Temperaturen zwischen 10°C und 50°C vermehren, sollte man die Temperatur im Kühlschrank immer ein wenig unter 10°C halten. So kann man eine vermehrte Ausbreitung der Bakterien verhindern. Auch bei der Verarbeitung von Lebensmitteln sollte man aufpassen, so sollte man zum Beispiel rohes Fleisch nicht auf der gleichen Arbeitsunterlage bearbeiten wie die restlichen Lebensmittel. Zudem sollte man sich nach der Verarbeitung von möglicherweise belasteten Lebensmitteln immer die Hände waschen. Auf diese Weise kann man das Risiko einer Salmonellenvergiftung relativ gering halten.


Salmonellose Symptome

Zwischen dem Verzehr von belasteten Lebensmitteln und dem Ausbruch der Salmonellose vergehen oftmals nur wenige Stunden. Bis die ersten Symptome auftreten, kann es zwar auch eine Woche lang dauern, dies ist jedoch eher selten der Fall. Die ersten auftretenden Symptome sind in der Regel Durchfall und Erbrechen. Auch Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schüttelfrost und Fieber sind typische Symptome.

Therapie / Behandlung bei Salmonellose

Die Behandlung der Salmonellose erfolgt in der Regel speziell auf die auftretenden Symptome bezogen. Wichtig ist hierbei, dass der Körper während der Erkrankung ausreichend mit Flüssigkeit und Mineralstoffen versorgt wird. Durch das Schwitzen, Erbrechen und den Durchfall verliert der Körper stark an Flüssigkeit und Mineralstoffen. Daher ist es wichtig, dass man diesen Verlust wieder ausgleicht. Von Ärzten erfolgt dieser Ausgleich oftmals über eine Infusion.

Als Medikament gegen Salmonellose wird in der Regel Antibiotika verwendet. Bei erwachsenen Erkrankten ist oftmals jedoch gar keine Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Nur bei schweren Krankheitsverläufen sowie bei erkrankten Säuglingen, Kindern und alten Menschen kommt Antibiotika häufig zum Einsatz.

Gegen Salmonellose gibt es keine Impfung, das liegt auch daran, dass es eine Vielzahl von verschiedenen Salmonellenbakterien gibt. Von den ca. 2500 bekannten Bakterien können etwa 120 im menschlichen Körper zu einer Salmonellenvergiftung führen.

Nach dem Ausbruch dauert die Erkrankung in der Regel etwa 1 bis 3 Tage lang an. Nur in seltenen Fällen kommt es bei der Salmonellose zu einem längeren Krankheitsverlauf.
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